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Zunftgeschichte
Die Chrutschlämpe Zunft Weggis
wurde im Jahre 1954 gegründet. Adi Schriber, als noch letzter der drei
Initianten unter uns, schildert von der Gründungsidee bis zur Umwandlung in
eine Zunft.
Im Mai 1954 hatte Basan Kurt,
Bolle, geheiratet – eine Idee geht rum.
Der Männerchor hatte vor dem
Posthotel ein Ständchen gebracht, welches in einer lustigen Runde endete.
Nach der Feier gingen die
Männerchormitglieder in der Regel nach Hause, was natürlich in diesem Falle
nicht geschah, denn man ging natürlich noch zu Schriber Adi’s Office
(Bäckerei) und hatte dort weitergefestet.
Da in Weggis 1954 überhaupt
keine Fasnachtsveranstaltungen mehr abgehalten wurden, diskutierte man rege
über einen neu zu organisierenden Fasnachtsverein. Mit der Situation, dass
nur einige „Hudies“ mit ein paar Kinder im Dorf gelegentlich anzutreffen
waren, konnte man sich nicht begnügen.
Die Männerchörler stimmten sich also positiv für eine Gründung einer
Fasnachtsgesellschaft und man beschloss kurzerhand in feuchtfröhlicher
Runde, eine solche Gesellschaft zu gründen. Es wurden einige Mitglieder
beauftragt, die Organisation an die Hand zu nehmen.
Basan Kurt, Zimmermann Hans
(Post Hans) und Schriber Adi nahmen sodann die Idee auf und bereiteten sich
für eine Fasnachtsorganisation vor. Basan Kurt übernahm das Präsidium,
Zimmermann Hans natürlich die Finanzen und Schriber Adi die
Ballorganisation, da er schon Erfahrung aus früheren ähnlichen Anlässen
hatte. Adi Schriber konnte sich erinnern, dass der Musikverein die letzt
bekannten, einzigen Fasnachtsveranstaltungen, am Mittwochabend vor dem
Schmutzigen Donnerstag organisiert hatte. Manchmal wurde auch ein
Orchesterball am Montag durchgeführt, aber sonst war nichts los, auch auf
der Strasse nicht.
Erste Informationsversammlung
Im August 1954 traf man sich
alsdann im Posthotel mit ca. acht bis zehn interessierten Männerchörlern zu
einer Informationsversammlung zusammen. Die Initianten stellten bereits
einen Grobplan für die kommenden Fasnachtsveranstaltungen vor. Sicher war,
dass man einen Ball, einen Umzug und eine Kinderbescherung wollte. Von einem
Zunftmeister hatte natürlich noch niemand gesprochen, sodass Kurt Basan die
folgenden fünf Jahre als Präsident die Leitung des Vereins übernahm. Nach
diesen fünf Jahren kam die Idee von Zimmermann Hans, den Verein in eine
Zunft umzuwandeln.
Weil die ganze
Fasnachtsorganisation auch mit finanziellem Aufwand verbunden war, suchte
man Gönner im ganzen Dorf, welche man mit einer Plakette und einer
Gönnerkarte persönlich anging. „Suck Heiri“, Künstler von Weggis, hatte die
erste Plakette entworfen. Die von allen Zünftlern eingeholten
Gönnereinnahmen waren der tragende Pfeiler, vor allem auch für die
Durchführung der Bescherungen.
Die zwölf
Gründer:
Schlatter Fredi, Tizzoni
Giacomo (Griffel), Basen Kurt (Bolle), Lottenbach Franz Xaver (Biber),
Spicker Turi (Miesli), Mangold Dölf (Entebusi), Küttel Gerold (Gero),
Dahinden Kurt, Schriber Adi (Mocke), Erni Sepp, Zimmermann Hans (Chnebler)
und Hofmann Bruno (Tonno).
Die „Chrutschlämpe“ sind
geboren!
Zunftmeister machen auch
Geschichte
Die Krönung eines
Zunft-Mitgliedes ist das Amt des Zunftmeisters im üblichen zweijährigen
Rhythmus. Folgende Alt-Zunftmeister konnten die schöne Erinnerung
weitertragen:
Zimmermann Hans, Chnebler
(1960), Küttel Gerold, Gero (1961), Dahinden Alois, Pflümli (1963), Hug
Seppi, Schnägg (1964), Basan Kurt, Bolle (1965), Spicker Turi, Miesli
(1966), Mangold Dölf, Entebusi (1967), Hofmann Bruno, Tonno (1968), Tizzoni
Giacomo, Griffel (1969), Schriber Adi, Mocke (1970), Häller Robert, Stromer
(1972), Lottenbach Franz Xaver, Biber (1974), Fischer Armin, Gutzi (1979),
Bösch Seppi, Nippel (1981), Weber Theo, Chieser (1983), Edelmann Ernst,
Salto 1985, Helfenstein Roni, Chrüscher (1987), Würsch Kurt, Bomber (1989),
Dähler Felix, Klinker (1991), Arnold Otto, Goofy (1993), Müller Niklaus,
Gummel (1995), Spielmann Max, Migroli (1997), Bucher Gallus, Pico (2000),
Gügler Kurt, Waudi (2004), Imgrüth Hans-Peter, Hobel (2006), Hofmann Peter,
Kolumbus (2009), Daniel Glanzmann (2011).
Die Aufgaben des Zunftmeisters
sind im Gegensatz zu grossen Zünften der Stadt, überblickbar. So sorgt er in
„väterlicher Weise“, dass die Zünftler ihre Organisationsarbeiten erledigen
können. Die Kosten für die Einladungen zum BOT (Inthronisierung) trägt der
Zunftmeister. Diese sind in einer tragbaren Höhe.
1-2011 oa
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